Singst Du gerne?
Nicht nur allein - sondern auch im Chor?
Dann bist Du bei uns goldrichtig! 
                    Liedertafel „Concordia“ Langwedel von 1892



Seit seiner Gründung am 11. Dezember 1892 ist der Chor eng mit der Geschichte und dem kulturellen Schaffen von Langwedel verbunden, denn er ist der älteste Verein des sehr lebendigen Storchendorfes am Brahmsee in Schleswig-Holstein.
Die knapp tausendsechshundert Einwohner schätzen das musikalische Engagement der neunzig Mitglieder sehr.


Seit über 100 Jahren leben sie mit uns im Dorf... die Störche von Langwedel


Chronik des Chores von 1892 bis 2012

Aufgeschrieben und verfasst vom 1. Vorsitzenden Heinz E. E. Schneegans

In unserem Musikzimmer hängt seit einigen Jahren in einem verglasten Fahnenschrank die erste Vereinsfahne der Liedertafel.
Auf der einen Seite kann man die Inschrift „In Freud und Leid zum Lied bereit“ lesen.
Auf der anderen Seite zeigt sie figürliche Embleme mit der Aufschrift:
„Langwedeler Liedertafel Concordia 11. Dezember 1892.

Das Vereinsleben
wurde durch die, aus 15 Paragraphen bestehenden Statuten (Satzungen) bestimmt.
Vergehen gegen diese Statuten wurden mit Geldstrafen oder gar Ausschluss geahndet.
So besagte der Paragraph 11, dass Sänger, die drei Chorprobenabende „ohne“ triftige Gründe fehlten, aus der aktiven Mitgliederliste gestrichen wurden.
Alle Einwohner Langwedels und der umliegenden Ortschaften, die einen unbescholtenen Ruf hatten, konnten als aktive oder „soziale“ (passive) Mitglieder aufgenommen werden.
Wollte jemand aktives Mitglied werden, musste er vor einer Kommission, bestehend aus fünf vom Dirigenten bestimmten Mitgliedern geprüft werden. Das Ergebnis wurde durch geheime Abstimmung festgestellt.
Im Laufe der Jahre wurden die strengen § der Satzungen mehrmals geändert und nicht mehr so genau durchgeführt.

Der Vorstand bestand aus 5 Personen: 1 Wortführer – Präses genannt (1. Vorsitzender);
1 Schriftführer, 1 Kassierer, 2 Beisitzenden; 1 Gesang-Direktor (Dirigent)
Diese Vorstandsmitglieder waren aus den Reihen der aktiven Mitglieder zu wählen.
1893 gehörten der Liedertafel 35 aktive und 46 passive Mitglieder an.

Der erste Vorsitzende war C. Conn (Hofbesitzer von Springhorst)
Der erste Dirigent hieß Hans-Detlef Hilbert (vom Fidelbarg)

Nach der Anschaffung der Vereinsfahne wurde 1893 auch die Ausbildung eines Trommer- und Pfeifenchores beschlossen.
Von 1901 bis 1907 ruhte die Sängertätigkeit. Laut Protokoll fehlte es an Tenorsängern.
Gute Kontakte bestanden zu den Nachbarvereinen wie: Liedertafel Sören, Warder, Nortorf, Dätgen und Blumenthal. Man sang und feierte sehr gerne zusammen.
Im Jahre 1907 erwachte die Sangeslust wieder. Mit dem Dirigenten Hinrich Dose erfolgte ein neuer Aufschwung. 1908 feierte man „Waldfeste“
Die Stiftungsfeste wurden regelmäßig gefeiert und das rege Vereinsleben wurde jäh durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges
unterbrochen.
1919 wurde erstmals versucht einen gemischten Chor aufzubauen. Dieses Ansinnen löste unter den Anhängern der „Concordia“ größte „Empörung“ aus. Schnell fanden sich wieder Sänger zusammen, um ihrer Fahne die Treue zu halten.
Man traf sich auch zu Kreissängerfesten und die Waldfeste im Sörener Gehölz waren eine willkommene Abwechslung
während der schweren sommerlichen Erntearbeiten.
Der Ausbruch des 2. Weltkrieges setzte einen langen, erfolgreichen Abschnitt des Vereinslebens der Liedertafel ein Ende.
Fast alle aktiven Sänger mussten Soldat werden.
Nachdem 1945, wieder geordnete Verhältnisse eingekehrt waren, mußte, um die Übungsabende wieder aufnehmen zu können, eine Genehmigung der Britischen Militärregierung eingeholt werden. Als diese am 9. Januar 1947 erteilt wurde,
meldeten sich, verstärkt durch Heimatvertriebene, 40 aktive Sänger.
Auch die Vereinsfahne, die in einem unbekannten Versteck alle Kriegswirren überlebt hatte, tauchte wieder auf.
Sangesbruder Wilhelm Knaack wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Den Dirigentenstab übernahm abermals Robert Fahrenkrug.

Seit 1957 besteht die „Sängergruppe um Nortorf“.
Ihr gehörten an:
Nortorf, Gnutz, Bargstedt, Thienbüttel, Einfeld, Westensee, Bredenbek, Groß Vollstedt, Blumenthal und Langwedel.

Es wurden alle 2 Jahre ein Gruppensängerfest durchgeführt.
Die so beliebten Waldfeste lebten nach dem letzten Weltkrieg nicht wieder auf. Es traten „Sommerfeste“ an ihre Stelle.
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 1964 wurde unser Vereinslokal, „Der Dörpskrog“ fast völlig zerstört. Es verbrannte
das gesamte Notenmarterial und der Fahnenschrank. Die Vereinsfahne entging dem Flammentod, weil der Fahnenträger
dieselbe, zur Vorbereitung auf den Volkstrauertag, in seinem Hause hatte. Eine spontane Spende der Sänger machte es möglich, sofort 30 Liederbücher zu beschaffen.
Die Übungsabende wurden nicht unterbrochen, sondern fanden in der Mühle statt. Das Stiftungsfest im Dezember 1964 fiel wegen Mangel des Notenmaterials aus. In den daruf folgenden Jahren fanden die Feste im „Scheidekrug“ oder bei Hülsen in
Dätgen statt.
Nachdem der „Dörpskrog“ 1967 wieder eröffnete, wurden die Chorprobenabende nach dort verlegt. Da ihm ein Sall für die
Stiftungsfeste fehlte, wurde 1973 beschlossen die Feiern im „Ritzebüttel“ in Thienbüttel zu feiern. Der Schritt wurde nie bereut.
Im Januar 1967 verstarb der Ehrendirigent Robert Fahrenkrug.
Ihm folgte Artur Plath, genannt, „A. P.“ aus Groß Vollstedt. Er hatte eine Besonderheit, nämlich keinen Führerschein. Also mußte er von einem motorisierten Sänger, vor- und nach der Chorprobe, gefahren werden.
Seit 1977 treten die aktiven Sänger in einheitlicher Kleidung auf:
Blauer Bläser, hellgrauer Hose, weißes Hemd und
passenden roten Schlips mit Notenschlüssel auf.

Wir erinnern uns…
Am 12. April 1992 wurde der Gesangverein mit der Zelter-Plakette, der höchsten Ehrung auf Bundesebene, in Rendsburg ausgezeichnet.
Seine zweiunddreißig Aktiven Sänger waren weithin bekannt für ihre großartigen und stimmgewaltigen Liedvorträge.
Seinerzeit war es Klaus Pasewald, der 1. Vorsitzende der Liedertafel von 1892, der diese hohe Ehrung, die seinerzeit von Bundespräsident Theodor Heuß eingeführt wurde, entgegen genommen hat.

Wir erinnern uns…
Am 12. April 1992 wurde der Gesangverein mit der Zelter-Plakette, der höchsten Ehrung auf Bundesebene, in Rendsburg ausgezeichnet.
Seine zweiunddreißig Aktiven Sänger waren weithin bekannt für ihre großartigen und stimmgewaltigen Liedvorträge.
Seinerzeit war es Klaus Pasewald, der 1. Vorsitzende der Liedertafel von 1892, der diese hohe Ehrung, die seinerzeit von Bundespräsident Theodor Heuß eingeführt wurde, entgegen genommen hat.

110 Jahre lang war die Liedertafel ein reiner Männerchor.
Auch die Aktiven Sänger haben sich der neuen Zeit nicht verschließen können.
Um den gesicherten Fortbestand der Liedertafel Langwedel dauerhaft zu gewährleisten,
entschied man sich 2001 den reinen Männerchor einen „Gemischten Chor“ umzugestalten.

Nach einer kurzen Umbruchphase ist uns dies in idealer Weise gelungen und erfreulicherweise haben sich danach Sängerinnen angeschlossen.
Der Chor hat derzeit 23 aktive Sänger und Sängerinnen.

Kinderchor
Wurde im Oktober 2008 ins Leben gerufen und spontan meldeten sich 25 Jungen und Mädchen zu den ersten Chorproben am Freitagnachmittag an. Geprobt wurde zum ersten mal am 25. November 2009 von fünfzehn bis siebzehn Uhr in unserem Musikzimmer unter der Leitung von Ulrike Vogt aus Neumünster.
Derzeit besteht der Chor aus 4 Kindern und ruht. Der Vorstand ist sehr aktiv um ihn wieder singfähig aufzubauen.

Der Gesangverein feiert am

Sonnabend, den 1. Dezember 2012,

zehn Tage vor seinem Gründungstag,

sein 120-jähriges bestehen

mit einem

Jubiläums-Stiftungsfest
in der Seegaststätte "Zum Assmus"
in Warder.

      
        *Programm der Feiern & Auftritte
         auf der Tipps-Seite!